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Der starke Franken ist ein Produktivitätsprogramm

Der starke Franken ist vielleicht das älteste Produktivitätsprogramm der Schweizer Wirtschaft.
Er kommt ohne Förderantrag.
Ohne Projektleitung.
Und ohne Rücksicht auf das Jahresbudget.
In einer aktuellen Deloitte-Befragung nennen 68 Prozent der Schweizer CFOs den starken Franken als Belastung für die Margen. Personalkosten folgen mit 58 Prozent, Energie- und Rohstoffpreise mit 51 Prozent.
Auch Swissmem nennt für die Schweizer Tech-Industrie den starken Franken, US-Zölle und schwache Exportmärkte als wesentliche Herausforderungen des laufenden Jahres.
Ein exportorientiertes KMU hat darauf nur begrenzten Einfluss.
Es kann den Franken nicht schwächen.
Es kann einen US-Zoll nicht abschaffen.
Und es kann den Weltmarktpreis nicht diktieren.
Was es beeinflussen kann, ist seine eigene Produktivität.
Wie viele Arbeitsstunden stecken in einer Einheit?
Wie viel Energie?
Wie viel Ausschuss?
Wie viel Stillstand?
Wie viel Administration?
Genau deshalb sind Investitionen in Automatisierung und moderne Anlagen kein Luxus in guten Zeiten.
Sie können eine Antwort auf strukturellen Margendruck sein.
Natürlich muss jede Investition gerechnet werden.
Aber der Referenzwert sollte nicht nur der Kaufpreis sein.
Sondern auch die Kosten des bestehenden Prozesses.
Schweizer Unternehmen werden international selten über die tiefsten Löhne gewinnen.
Sie gewinnen über Qualität, Innovation und Produktivität.
Der starke Franken macht diese Wahrheit nur sichtbarer.