Wir suchen Fachkräfte für Tätigkeiten, die vielleicht teilweise gar nicht mehr manuell erledigt werden müssten.
Die Diskussion über den Fachkräftemangel konzentriert sich verständlicherweise auf Rekrutierung.
Ausbildung.
Zuwanderung.
Löhne.
Employer Branding.
Alles relevant.
Aber es gibt noch eine zweite Seite.
Wie produktiv setzen wir die Menschen ein, die bereits da sind?
Im zweiten Quartal 2026 hatten 33,9 Prozent der Schweizer Unternehmen Schwierigkeiten, qualifizierte Arbeitskräfte zu rekrutieren. Gleichzeitig meldeten die Unternehmen 98’700 offene Stellen. Besonders im industriellen und baunahen zweiten Sektor nahm die Zahl offener Stellen deutlich zu.
In einem solchen Umfeld wird jede unnötige Arbeitsstunde teuer.
Zeit fürs Suchen.
Doppelte Dateneingaben.
Papierformulare.
Unnötige Fahrten.
Lange Rüstvorgänge.
Wartezeiten an alten Maschinen.
Das bedeutet nicht, dass Technologie den Fachkräftemangel «löst».
Aber sie kann seine Auswirkungen reduzieren.
Eine moderne Maschine kann einer Fachkraft mehr Output ermöglichen.
Eine digitale Einsatzplanung kann unnötige Fahrzeit reduzieren.
Ein gut ausgestattetes Servicefahrzeug kann verhindern, dass ein Techniker wegen eines fehlenden Teils zum Lager zurückfahren muss.
Genau deshalb sollten Investitionen in Arbeitsmittel nicht nur als Sachinvestitionen betrachtet werden.
Sie sind auch Personalstrategie.
Interessanterweise erwarten 64 Prozent der von Deloitte befragten Schweizer CFOs einen deutlichen Anstieg der Ausgaben für Technologie und IT.
Das ist vermutlich kein Zufall.
Wenn Menschen knapp werden, muss Kapital ihnen bessere Werkzeuge geben.
Die Frage für die Geschäftsleitung lautet deshalb nicht nur:
Wie viele Stellen sind unbesetzt?
Sondern:
Wie viele Arbeitsstunden könnten wir mit besseren Prozessen zurückgewinnen?