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Die erste Frage an einen KI-Anbieter sollte lauten: Wo fliessen unsere Kundendaten hin?

ESMA macht digitale Innovation ab 2027 zu einer europäischen Aufsichtspriorität und nennt KI ausdrücklich. Die europäischen Aufsichtsbehörden warnen zugleich vor Abhängigkeiten von externen Technologieanbietern und Cyberrisiken. Das sind europäische Signale; daraus folgt keine unmittelbare neue Vorschrift für Schweizer Leasinggesellschaften.

Die betriebliche Frage ist trotzdem schon heute konkret. Welche Dokumente erhält ein Modell? Wer kann sie sehen? Wo werden Eingaben und Ergebnisse gespeichert? Wie lange? Und was geschieht, wenn ein Anbieter oder eine Schnittstelle ausfällt?

Wer erst nach dem Pilot über diese Punkte spricht, muss unter Umständen einen funktionierenden Prozess nochmals aufbauen. Ich würde daher Datenflüsse, Zugriffsrechte und Notfallbetrieb festlegen, bevor echte Kundendossiers verarbeitet werden.

Kontrolle ist kein Text in einer Richtlinie. Sie muss im System funktionieren und im Einzelfall nachprüfbar sein.

Könnten Sie den Weg einer Kundendatei durch Ihren KI-Prozess heute zeichnen?

Quellen: https://www.esma.europa.eu/press-news/esma-news/esma-sets-new-supervisory-priority-digital-innovation-2027
https://www.eba.europa.eu/publications-and-media/press-releases/esas-call-vigilance-over-external-dependencies-cyber-threats-and-private-credit-risks

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