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Nachfolge, M&A und Wachstum

Die riskanteste Phase einer Übernahme kann nach der Unterschrift beginnen.
Vor einem Unternehmenskauf wird sehr viel gerechnet.
Bewertung.
Kaufpreis.
Steuern.
Garantien.
Finanzierungsstruktur.
Zu Recht.
Was danach kommt, ist nur gelegentlich genauso detailliert geplant.
Dabei treffen gerade in den ersten Jahren mehrere Belastungen zusammen.
Die Übernahmefinanzierung muss amortisiert werden.
Eine neue Führung muss Stabilität schaffen.
Und häufig besteht gleichzeitig Investitionsbedarf.
Das Schweizer KMU-Portal beschreibt die Herausforderung sehr deutlich. Bei familienexternen Nachfolgen müssen die erwirtschafteten Mittel häufig während fünf bis sechs Jahren stark für die Amortisation der Übernahmefinanzierung eingesetzt werden. Dadurch stehen dem Unternehmen weniger Mittel für operative Investitionen zur Verfügung.
Das kann problematisch sein.
Denn ein Verkäufer hat kurz vor einer Übergabe nicht immer den wirtschaftlichen Anreiz, noch einen kompletten Maschinenpark zu erneuern.
Der Käufer übernimmt dann nicht nur das Unternehmen.
Er übernimmt auch seine nächste Investitionsrunde.
Maschinen.
Fahrzeuge.
IT.
Standorte.
KPMG registrierte 2025 502 Schweizer M&A-Transaktionen. Für 2026 erwartet die Beratung weiterhin selektive Aktivität und hohe Anforderungen an Finanzierungsdisziplin und strategische Logik.
Daraus folgt für mich ein einfacher Grundsatz.
Der Investitionsbedarf der ersten 24 bis 36 Monate gehört in die Due Diligence.
Und seine Finanzierung sollte getrennt von der eigentlichen Kaufpreisfinanzierung gedacht werden.
Assetbasierte Finanzierung oder Leasing kann dabei helfen, notwendige Investitionen stärker an deren Nutzung zu koppeln.
Die wichtigste Finanzierungsfrage einer Nachfolge lautet deshalb nicht nur: Wie bezahlen wir den Verkäufer?
Sondern auch:
Wie finanzieren wir das Unternehmen, das wir danach besitzen?